Hotel für flotte BienenHotel für flotte Bienen

Bei meinem Sparziergang durch die Kolonie ist mir auf dem Fliederweg ein geschäftiges brummen und treiben aufgefallen, denn ein sehr bienenfreundlicher Pächter hat für die Wildbienen ein luxuriöses Hotel errichtet. Es ist so beliebt, dass so an die 200 Bienen, meist Mauerbienen, dort wohnen und arbeiten, sagt der Pächter.

Er erzählt, dass die Männchen bereits paarungsbereit oft unmittelbar vor oder im Nesteingang auf die Weibchen warten. Ihre einzige Aufgabe im Leben ist die Begattung des Weibchens, am später folgenden Nestbau und der Brutversorgung sind sie nicht beteiligt. Nester bauen ausschließlich weibliche Wildbienen und in erster Linie, um darin ihre Eier abzulegen und Nahrungsvorräte für die Brut einzulagern. Bis zu fünf Brutzellen werden, hintereinander in einer Bohrung „aufgereiht“. Unmittelbar nach der Eiablage wird eine Brutzelle fest verschlossen. Die Brut wächst daher isoliert und ohne Kontakt zu in den umliegenden Brutzellen lebenden Geschwistern auf.

Vor dem Hotel hat der Pächter ein Gitter im Abstand von 8-10cm zum Hotel gespannt. Das verhindert, dass sich zum Beispiel ein Specht an den Brutzellen zu schaffen macht.

  

WILDBIENENWILDBIENEN

Wie sehen Wildbienen aus? Gehören Hummeln auch zu den Wildbienen? Und produzieren Wildbienen auch Honig?

Informationen von Mirja Neff (BUND-Wildbienenbotschafterin), veröffentlicht im Schweizer Weg Ecke Züricher Straße von Catharine W.

Wildbienen leben meist nur 8 Wochen bis 3 Monate. Sie tauchen zu allen Jahreszeiten auf (außer im Winter) und brauchen eine ununterbrochene Nahrungskette in der Nähe ihres Nistplatzes, da sie sonst verhungern. Die Hummelvölker sind die einzigen Wildbienen, die einen Staat bilden von 50 bis 150 Bienen. Ansonsten leben Wildbienen solitär (einzeln) und treffen sich nur zur Paarung. Wildbienen gehören auch zu den wichtigsten Bestäubern, da sie schon früh im Jahr unterwegs sind (im Gegensatz zu den Honigbienen). Sie sind Spezialisten und benötigen auch spezielle Wildblumen, die wir meist als Unkräuter kennen. Der Löwenzahn bedient z.B. ca. 70 verschiedenen Bienenarten Nahrung und der Natternkopf ist besonders gut für 45 Wildbienen im Jahresverlauf.

Mehr als 550 Wildbienenarten gibt es in Deutschland. Gemeint sind damit alle Bienenarten, die keinen Honig produzieren. Zum Beispiel gehören auch die Hummeln zu den Wildbienen. Mehr als die Hälfte dieser Wildbienenarten sind vom Aussterben bedroht, denn ihre Lebensräume werden immer weniger. Im Garten hängt alles von der Pflanzenwahl ab. Viele Wildbienenarten sind Pollenspezialisten – ohne den Pollen ganz bestimmter Wildblumen sterben sie aus. Seltene Wildbienen benötigen gerne einmal 100 oder mehr Pflanzenexemplare ihrer Pollenquelle, um stabile Populationen zu bilden.

Mit heimischen Blumen und Nistgelegenheiten lassen sich in Garten und Parks je nach Größe und Lage ca. 30 bis weit über 100 Wildbienenarten fördern. Darunter sind in aller Regel auch Pollenspezialisten und sogar Wildbienen von der roten Liste. Diese Seite zeigt, welche Wildbienen sich über das Jahr hinweg im Garten beobachten lassen. Achten Sie einmal auf die Augenfarbe, die Größenunterschiede und die Pelzfärbung – die Vielfalt ist wirklich beeindruckend. 

Wissenschaftler bestätigen dramatisches Insektensterben. Betroffen sind vor allem Fluginsekten. Nahezu 0 Prozent der Wildblumen und 75 Prozent unserer Nutzpflanzen wie Obst und Gemüse sind für die Fortpflanzung auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. In China schwärmen nicht mehr die Bienen in Scharen aus, sondern Menschen, in den Obstplantagen die Blüten per Hand zu bestäuben. Insekten sind auch ein bedeutender Bestandteil der Nahrungskette. Gibt es weniger Insekten sterben Fische und Vögel. Als mögliche Ursachen für den Rückgang der Insekten wird die Ausräumung der Landschaft, die frühzeitige Mahd an Straßenrändern und die Ausweitung der dass ein Monokulturen diskutiert, dauerhaftes Trachtenband und somit eine notwendige Nahrungsquelle fehlt.

www.wildbienengarten.de

Der Vorstand bedankt sich bei Frau Catharine W. für ihren  Einsatz, der Verbundenheit und dem Pflichtbewusstsein gegenüber den Bienenvolk, Danke!

Hecken- und weitere HerbstschnitteHecken- und weitere Herbstschnitte

Endlich ist Oktober, ein guter Monat, um manche Ziergehölze und Hecken im Garten zurückzuschneiden. 

Damit diese gut durch den Winter kommen, sollte der Rückschnitt von Koniferen und anderen immergrünen Pflanzen noch im Oktober erfolgen. So hat die durch den Schnitt entstandene Verletzung noch genügend Zeit, bis zum Winter zu verheilen. Sauberes und scharfes Werkzeug ist dabei unerlässlich.  Der beste Zeitpunkt ist ein trockener Tag bei bewölktem Himmel. Wichtig ist, nicht bei Frost zu schneiden, darauf reagieren Hecken empfindlich. Ein Trapezschnitt ist bei allen Heckenarten empfehlenswert, um Schneedurchbrüche und braune Stellen durch fehlendes Sonnenlicht zu vermeiden.

Einen Kirschlorbeer schneidet man am besten mit einer Hand-Heckenschere. Eine elektrische Heckenschere verletzt die großen Blätter und sorgt für braune Schnittränder, die den Anblick der Hecke trüben. Aber Vorsicht vor den giftigen Trieben! Tragen Sie beim Arbeiten immer Ihre persönliche Schutzausrüstung und fassen Sie die geschnittenen Triebe nur mit Handschuhen an. 

Beerensträucher wie Johannisbeeren und Stachelbeeren können auch im Oktober zurückgeschnitten werden. 

Auch der Rückschnitt von Ziergehölzen ist im Herbst möglich. Insbesondere stark wachsende Pflanzen sollten so gestutzt werden, dass sie das Wachstum benachbarter Gewächse nicht behindern. Wichtig dabei ist, Sträucher und Büsche nicht nur oben und seitlich stutzen, sondern unbedingt auch unten auslichten. Schmetterlingsflieder sollte dagegen erst im Frühling geschnitten werden, da er im Winter bei Frost stark zurück friert.

Der Rasen benötigt noch einen letzten Schnitt, um gut durch den Winter zu kommen. Ziergräser und Pfingstrosen sollten dagegen nicht geschnitten werden. Das Laub legt sich wie ein Teppich auf den Wurzelbereich der Pflanze und bietet damit einen idealen Winterschutz. Bei den meisten Stauden ist ein Rückschnitt zwar möglich, aber nicht nötig. Rosen zum Beispiel können bis zur Hälfte beschnitten werden. Ein Rückschnitt ist jedoch auch im Frühling möglich.

 

Quellen: NDR und STIHL

Jubiläumsfeier 2023Jubiläumsfeier 2023

Dieses Jahr gab es wieder eine Jubiläumsfeier für alle langjährigen Mitglieder ab 25 Jahre Vereinszugehörigkeit. Allen Ehrengästen (25-, 30-, 35-, 40-, 45-, 50- und sogar 50-jähriges) wurden eine Urkunde überreicht und hatten, bei köstlichem Essen aus unserer Kantine Gartenoase, gute Unterhaltung mit einer Showeinlage von vier bezaubernden Tänzerinnen. Das schönste für uns als Ehrenamtliche war aber die Unterhaltungen mit unseren langjährigen Mitgliedern, Erzählungen von Damals und viele Erfahrungsberichte. Vielen Dank an Alle!